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Arbeitsgruppe der Hochschulrektorenkonferenz „Sprachenpolitik an deutschen Hochschulen"

 

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat sich in einer Arbeitsgruppe, in der auch der ADAWIS mitarbeitete, mit dem Verhältnis zwischen dem Englischen und der Landessprache in Forschung und Lehre auseinandergesetzt. Ziel war die Formulierung von Empfehlungen, auf die Hochschulleitungen zum Beispiel bei der Einführung fremdsprachiger Studiengänge zurückgreifen sollen.

Das Empfehlungspapier ist ein Bekenntnis zur Mehrsprachigkeit in den Wissenschaften. „Die Sprachenvielfalt soll sowohl zum Erhalt des Deutschen in den Wissenschaften beitragen als auch den qualifizierten Erwerb und Einsatz anderer Sprachen unterstützen." Grundsätzlich soll am Deutschen als Sprache der grundständigen Lehre festgehalten werden; Sprachlernprogramme sollten in die Studiengänge integriert werden. Um Wettbewerbsverzerrungen zu beseitigen, sollten Publikationsindices geschaffen werden, die auch nicht-englischsprachige Veröffentlichungen berücksichtigen. Hierzu gibt es auch diese Pressemeldung der HRK.

Allein die Umsetzung dieser Empfehlungen würde viele Probleme, die wir an den Hochschulen beobachten, lösen. Umfragen des ADAWIS unter mehreren Hochschulen zeigten jedoch, dass nur teilweise ein Problembewusstsein vorhanden ist und dass man von einer konkreten Umsetzung der Empfehlungen weit entfernt ist.


Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD): Memorandum zur Förderung des Deutschen als Wissenschaftssprache

 

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) zählt die Förderung der deutschen Sprache zu seinen wesentlichen strategischen Zielen. Als Organisation der deutschen Hochschulen sieht der DAAD sich in der Pflicht, die Rolle des Deutschen als Wissenschaftssprache aktiv zu stärken. Er lässt sich dabei von einem international zusammengesetzten Beirat Germanistik beraten, auf dessen Empfehlungen das vorliegende Memorandum zur Förderung des Deutschen als Wissenschaftssprache" beruht. Dieses Memorandum entspricht in vollem Umfang den Forderungen des ADAWIS.


Gemeinsame Erklärung der Präsidenten von AvH, DAAD, GI und HRK „Deutsch als Wissenschaftssprache"

 

Aus Anlass der Bundestagsanhörung vom 26. 1. 2009, zu der auch der ADAWIS eingeladen war, gaben die Präsidenten der Alexander-von-Humboldt-Stiftung, des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, des Goethe-Instituts und der Hochschulrektorenkonferenz eine gemeinsame Presseerklärung heraus, die für eine mehrsprachige Wissenschaft plädiert. ADAWIS ergänzte diese Erklärung mit einer eigenen Pressemitteilung.


Resolution der AG Hochschulmedizin: Qualität des Medizinstudiums erhalten - aber nicht durch BA/MA

 

Die Arbeitsgemeinschaft Hochschulmedizin spricht sich in einer Resolution für einen Erhalt des guten Ausbildungsniveaus im medizinischen Studium aus. Die von Teilen der Politik aktuell geforderte Einführung eines Bachelor-/Master-Studiums auch in der Medizin im Zuge des so genannten Bologna-Prozesses ist nicht geeignet, dieses Ziel zu fördern.


Domänenverlust im Deutschen - Stirbt Deutsch als Fachsprache?
Ein Thesenpapier des Rates für Deutschsprachige Terminologie (RaDT)

 

Die folgenden, grundlegenden Überlegungen des RaDT beziehen sich auf die Fachsprachen und ihre Terminologien, obwohl einige Punkte auch auf die Gemeinsprache zutreffen. Der Rat bemängelt, dass die zunehmende Anglifizierung einiger Fachgebiete und insbesondere ihrer Terminologien die Fachkommunikation innerhalb der Sprachgemeinschaft erschwert.


Resolution des Erweiterten Präsidiums des Deutschen Hochschulverbandes vom Oktober 2002

 

Ungeachtet der Bedeutung des Englischen als internationaler Verständigungssprache plädiert das Erweiterte Präsidium des Deutschen Hochschulverbands für die Pflege der deutschen Wissenschaftssprache auf verschiedenen Ebenen.