Bücher zum Thema




Winfried Thielmann: Deutsche und englische Wissenschaftssprache im Vergleich. Hinführen - Verknüpfen - Benennen. Synchron, Heidelberg, 2009

Der Autor untersucht ein Parallelkorpus deutscher und englischer wissenschaftlicher Artikel aus natur-, geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen unter dem Gesichtspunkt, wie die Autoren das Wissen ihrer Leser bearbeiten, d. h. es erweitern und umstrukturieren. Der Vergleich erfolgt auf den Analyseebenen der Textart (wissenschaftliche Einleitungen), der sprachlichen Einzelhandlung (kausale Verknüpfungen) und des einzelnen Wortes. Die Ergebnisse zeigen, dass eine naive Nutzung des Englischen als „lingua franca" der Wissenschaft, die von der scheinbaren Selbstverständlichkeit der Einzelsprachenunabhängigkeit wissenschaftlicher Erkenntnis ausgeht, nicht nur in den Geistes- und Sozialwissenschaften auf enge Grenzen stößt.

icon zur Besprechung des Buches



Christian Fandrych und Betina Sedlaczek: I need German in my life. Eine empirische Studie zur Sprachsituation in englischsprachigen Studiengängen in Deutschland. Stauffenburg-Verlag, 2012

In diesem Band ist eine empirische Untersuchung zur Sprachsituation ausländischer Studenten in englischsprachigen Studiengängen an deutschen Hochschulen zusammengefasst. Welche sprachbezogenen Erfahrungen machen die internationalen Studierenden in diesen Studiengängen? Wie gut ist ihre Sprachkompetenz im Englischen und Deutschen?

Die Studie führt in erschreckender Weise vor Augen, wie wir unseren Gaststudenten und uns selbst schaden, wenn wir jene sprachlich nicht in unsere Gesellschaft integrieren.



N. Colin, J. Umlauf (Hrsg.): Mehrsprachigkeit und Elitenbildung im europäischen Hochschulraum. Synchron, Heidelberg, 2015

Grundlage dieses Buches ist die Tagung „Deutsch als Wissenschaftssprache", welche im Rahmen der Initiative „Deutsch 3.0" des Goethe-Instituts im Februar 2014 vom Duitsland Instituut Amsterdam ausgerichtet wurde. Neben anderen Partnern war auch der ADAWIS beteiligt. Der Band beleuchtet die Bedrohung der Sprachenvielfalt durch das Englische aus einer transnationalen Sicht: Inwiefern führt die Uniformisierung des wissenschaftlichen Sprachduktus zu einer allgemeinen Verengung des Erkenntnishorizonts? Welche Konsequenzen hat dies für den kulturellen Reichtum Europas? Diese und ähnliche Fragen bilden den Ausgangspunkt für die Diskussion über die Ziele einer zukünftigen Sprachenpolitik.

icon Buchbesprechung




M. Szurawitzki, I. Busch-Lauer, P. Rössler, R. Krapp (Hrsg.): Wissenschaftssprache Deutsch - international, interdisziplinär, interkulturell. Narr, Tübingen, 2015

Der Band enthält ausgewählte Beiträge der Tagung „Wissenschaftssprache Deutsch – international, interdisziplinär, interkulturell“, die vom 2.–4. Juli 2014 an der Universität Regensburg stattfand. Aktuelle Forschungsarbeiten beleuchten aus verschiedenen Perspektiven die Frage, wie international, interdisziplinär und interkulturell Deutsch als Wissenschaftssprache ist. Neben der diachronen und synchronen Entwicklung des Deutschen als Wissenschaftssprache wird ihre heutige Rolle in verschiedenen Fachdisziplinen und Ländern diskutiert. Kontrastive Studien zeigen auf, welche Probleme sich bei der Rezeption und Produktion von deutschen Wissenschaftstexten für Muttersprachler und Nichtmuttersprachler ergeben und wie diese durch Text- und Diskursanalysen thematisiert werden können.

icon Besprechung Tagungsband Regensburg ( Dateityp pdf 1585.88 KB)




Jutta von Campenhausen: Wissenschaft vermittteln. Eine Anleitung für Wissenschaftler. Springer VS, Wiesbaden, 2014

Das Buch ist ein eindringlicher Aufruf an alle Wissenschaftler, die Kommunikation mit der Gesellschaft nicht allein den Presseleuten und Öffentlichkeitsarbeitern zu überlassen. Dazu bedarf es eines Schreib- bzw. Vortragsstils, der nicht nur die Kollegen, sondern auch Laien erreicht. Dass die eigene Muttersprache dabei eine besondere Rolle spielt und dem Wissenschaftler sogar die Chance zur Erweiterung des eigenen Gesichtsfeldes bietet, versteht sich von selbst.



I.-A. Busch-Lauer und S. Fiedler (Hg.): Sprachraum Europa - Alles Englisch oder ...? Frank & Timme, Berlin, 2011

Dieser Sammelband dokumentiert einige Beiträge der 40. Jahrestagung der Gesellschaft für Angewandte Linguistik, die vom 15. bis 17. September 2011 in Leipzig stattfand. Im Mittelpunkt stehen die europäische Mehrsprachigkeit und die Beziehungen zwischen den 23 Amtssprachen sowie Englisch als Lingua franca.




J. Haselhuber: Mehrsprachigkeit in der Europäischen Union: Eine Analyse der EU-Sprachenpolitik, mit besonderem Fokus auf Deutschland. Peter Lang, Frankfurt am Main, 2012

Der Autor dieses Buches legt hier eine gründliche Studie über Mehrsprachigkeit und Sprachenpolitik in Europa vor. Insbesondere geht es dabei um die deutsche Sprachenpolitik.




Roswitha Reinbothe: Deutsch als internationale Wissenschaftssprache und der Boykott nach dem Ersten Weltkrieg. Verlag Peter Lang, Frankfurt am Main, 2006

Die Arbeit untersucht anhand von umfangreichem Quellenmaterial die internationale Wissenschafts- und Sprachenpolitik vom 19. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg in mehreren Disziplinen. Es wird gezeigt, wie nach dem Ersten Weltkrieg die deutschen und österreichischen Wissenschaftler und mit ihnen die deutsche Sprache von internationalen wissenschaftlichen Vereinigungen, Kongressen und Publikationen ausgeschlossen wurden und wie dies langfristig zum Rückgang des Deutschen als internationaler Wissenschaftssprache führte.

icon zur Zusammenfassung und zum Inhaltsverzeichnis des Buches von R. Reinbothe ( Dateityp pdf 39.33 KB)




„Deutsch in der Wissenschaft. Ein politischer und wissenschaftlicher Diskurs"

Das Buch „Deutsch in der Wissenschaft. Ein politischer und wissenschaftlicher Diskurs" (Herausgeber: Heinrich Oberreuter, Wilhelm Krull, Hans Joachim Meyer und Konrad Ehlich) ist die Dokumentation des Kolloquiums „Deutsch in der Wissenschaft", das 2011 in der Akademie für Politische Bildung in Tutzing stattfand. Am 3. Dezember 2012 stellte der Präsident des Goethe-Instituts, Prof. Dr. h.c. Klaus-Dieter Lehmann, im Wissenschaftsforum am Gendarmenmarkt in Berlin das Buch der Öffentlichkeit vor. Der Tagesspiegel und andere Medien berichteten über das Ereignis.

icon zur Buchbesprechung ( Dateityp pdf 154.63 KB)

icon Bericht im Tagesspiegel vom 5. 12. 2012




Gabriele Graefen und Melanie Moll: Wissenschaftssprache Deutsch: lesen - verstehen - schreiben. Verlag Peter Lang, Frankfurt am Main, 2011

Dieses Lehr- und Arbeitsbuch wendet sich an diejenigen, die an deutschsprachigen Hochschulen studieren oder wissenschaftlich arbeiten wollen und deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Angestrebt wird eine souveräne Beherrschung der Wissenschaftssprache Deutsch und damit eine wissenschaftskommunikative Kompetenz auf hohem Niveau (C2). Das Buch ist geeignet für studienbegleitende oder -vorbereitende Kurse an deutschsprachigen Hochschulen sowie für den weltweiten Einsatz an Universitäten, deutschen Auslandsschulen oder Sprachinstituten. Es bietet durch den Lösungsschlüssel im Internet auch die Möglichkeit zum Selbststudium.

Unter der Verknüpfung finden Sie die Lösungsvorschläge, Artikel der Autorinnen zur Thematik sowie Literatur zur Wissenschaftssprache und ihrer Didaktik.

icon www.wissenschaftssprache.de




Melinda Veggian: Die Mehrdimensionalität des Begriffs Mehrsprachigkeit in Natur- und Ingenieurwissenschaften. Verlag Peter Lang, Frankfurt am Main, 2011

Ziel dieser Studie ist eine Annäherung an die Mehrdimensionalität des Begriffs Mehrsprachigkeit im Rahmen internationaler Wissenschaftskommunikation unter besonderer Berücksichtigung der Natur- und Ingenieurwissenschaften. Auf der Basis einer Expertenbefragung soll Aufschluss über das Ineinandergreifen von Muttersprache, Lingua franca Englisch und Fremdsprache in verschiedenen Kommunikationskontexten gewonnen werden.

icon Melinda Veggian, Die Mehrdimensionalität des Begriffs Mehrsprachigkeit ( Dateityp pdf 77.4 KB)




Michael Szurawitzki: Der thematische Einstieg. Eine diachrone und kontrastive Studie auf der Basis deutscher und finnischer linguistischer Zeitschriftenartikel. Peter Lang, Frankfurt am Main, 2011 (Duisburger Beiträge zur Sprach- und Kulturwissenschaft 85)

Es handelt sich um die erste in diesem Umfang durchgeführte vergleichende Untersuchung deutscher und finnischer Wissenschaftssprache, genauer eines Korpus sprachwissenschaftlicher Zeitschriftenartikel. Diese werden auf ihre strukturelle Beschaffenheit hin untersucht und verglichen, und die jeweiligen wissenschaftssprachspezifischen Eigenheiten werden herausgearbeitet. Hinzu kommt eine Untersuchung der Entwicklung der respektiven Strukturen über gut einhundert Jahre.



Christian Scholz, Volker Stein (Hsg.): Bologna-Schwarzbuch. Deutscher Hochschulverband, Bonn, 2009

Aus Anlass des zehnten Jahrestages der Unterzeichnung der Bologna-Erklärung gab der Deutsche Hochschulverband in der Reihe „Forum" dieses Büchlein heraus. Mit der Bologna-Erklärung verständigten sich im Jahre 1999 Bildungsminister aus 29 europäischen Staaten auf die Schaffung eines gemeinsamen Hochschulraumes. Die seitdem durchgeführten Reformen bedeuten einen radikalen Bruch mit jahrhundertelang gewachsenen und bewährten Traditionen des deutschen Hochschulsystems. Die Autoren des „Bologna-Schwarzbuchs" zeigen eindringlich auf, vor welch gewaltigem Scherbenhaufen die deutschen Hochschulpolitiker nach zehnjähriger Reformtätigkeit stehen.

icon zur Seite des Deutschen Hochschulverbandes



Mathias Binswanger: Sinnlose Wettbewerbe. Warum wir immer mehr Unsinn produzieren. Verlag Herder, 2010

Die Übertragung unreflektierten Marktdenkens auf Bereiche, wo es keinen Markt gibt, erfolgt in dem Irrglauben, dass auf diese Weise die Effizienz z.B. in Wissenschaft, Bildung oder Gesundheitswesen gesteigert werden könne. Dies erzeugt künstliche Wettbewerbe, die jedoch keineswegs zu mehr Qualität führen, sondern nur zur Folge haben, dass immer mehr Menschen sich mit immer mehr unsinnigen Dingen beschäftigen müssen. Die Messung wissenschaftlicher Qualität anhand quantitativer Indikatoren ist ein augenfälliges Beispiel.