Auch in anderen nicht-anglophonen Sprachräumen sind die Landessprachen im Bereich von Forschung und Lehre zurückgedrängt worden. Jedoch zeigt sich in einigen Ländern inzwischen eine Kehrtwende hin zu einer ausgewogenen Balance zwischen der Landessprache und der Verkehrssprache Englisch, angestoßen durch politische Initiativen oder Gerichtsurteile.
 

Auf internationaler Ebene haben sich die Forschungsminister der G20-Staaten zur Mehrsprachigkeit in den Wissenschaften bekannt: Bei ihren Treffen 2024 in Brasilien sowie 2025 in Südafrika haben sie Empfehlungen verabschiedet, die auf die Etablierung mehrsprachiger Publikationsorgane, den Zugang aller Bürger zu wissenschaftlichem Wissen in ihrer Muttersprache und die Förderung von inklusivem wissenschaftlichem Engagement zielen.

Auch die Helsinki-Initiative, ein Aufruf Hunderter von Wissenschaftsorganisationen weltweit, dem sich auch der ADAWIS anschloss, plädierte bereits 2019 für Sprachenvielfalt in den Wissenschaften.